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Nil

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Nil Artikel

Der Nil (arab. بحر النيل, Bahr al-Nīl) hat eine Länge von 6.671 km. Er ist damit der längste oder zweitlängste Fluss bzw. Strom der Erde, da die Länge des Amazonas - je nach Definition - zwischen 6500 km und 7 Tausend km angegeben wird. Die ungenaue Angabe beruht darauf, dass der Quellfluss des Amazonas nicht eindeutig zu bestimmen ist.

Er fließt in Afrika durch diese 6 Länder oder ist deren Grenzfluss: Burundi, Ruanda, Tansania, Uganda, Sudan und Ägypten.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Das kalte Lächeln des Meeres. Commissario Montalbans siebter Fall Montalbano diesmal etwas ernster So kann es passieren: beim morgendlichen Schwimmen in dem Meer trifft Montalbano auf eine Leiche. Die Identifikation des Toten gestaltet sich schwer. Parallel gerät der sizilianische Kommissar in Polizeiermittlungen zu Menschenschmuggel in dem Mittelmeer. Montalbano ist älter geworden, gesundheitlich angeschlagen und wirkte...

Flusslauf, -länge und Einzugsgebiet

Der Nil besitzt zwei so genannte Quellflüsse - den kürzeren Blauen Nil und den wesentlich längeren, eigentlichen Weißen Nil:

Buch-Tipp: Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde Das Grauen kommt auf leisen Sohlen. . . Wenn eine Geschichte in dem nebelgeschwängerten London angesiedelt ist, kann es sich doch eigentlich ca. um eine Kriminal- oder eine Horrorgeschichte handeln. In diesem Falle trifft beides zu. Die erste Hälfte liest sich mehr als Krimi. Doch das Grauen kommt auf leisen Sohlen und am Ende des Buches sitzt man...

Weißer Nil: Hauptfluss

Der Hauptfluss des Nils, der Weiße Nil, entsteht in über 2 Tausend m Höhe als Kagera-Nil (850 km lang; der häufig ca. Kagera genannt wird), in den Gebirgen von Ruanda und Burundi aus zwei Quellflüssen, die später den Weißen Nil und den Nil bilden:

Buch-Tipp: Erntedank. Kluftingers zweiter Fall Erstklassiges aus dem Wilden Allgäuer Westen Zwar beäuge ich Krimis mit Lokalkolorit ein wenig misstrauisch, aber es gibt auch gute, sogar sehr gute, wie zu dem Beispiel diesen hier. Auch wenn die ein wenig gehbehinderte Handlung gelegentlich etwas langsam vorankommt -- Lokalkolorit und vor allem Haupt- und Nebenfiguren dieses Krimis müssen hier nicht...

Luvironza-Ruvuvu-Ruvusu-Kagera-Weißer Nil-Nil

Der Luvironza-Ruvuvu-Ruvusu-Kagera-Weißer Nil-Nil bildet den südlichsten und längsten Quellfluss des gesamten Nils: Dieser Flusslauf ist von der Quelle bis zur Mündung 6.671 km lang; sein Einzugsgebiet umfasst 2.870 Tausend km² (andere Angaben, die in den verschiedensten Medien zu finden sind, berichten von sogar 6.693 km und 2.881 Tausend km²); ca. der Kongo hat innerhalb Afrikas ein noch größeres Einzugsgebiet. Weil der Nil von der Quelle des Luvironza aus gemessen insgesamt länger und größer als der nachfolgend genannte Flusslauf ist, stellt er den tatsächlichen Quellfluss des Nils dar.

Seine Quelle, welche die südlichste des Nils und auch die vom Nildelta am weitesten entfernte ist, liegt in dem südlichen Hochland von Burundi etwa 45 km östlich des Tanganjikasees zwischen Bururi und Rutana ; sein Quellbach heißt Luvironza. Von dort aus fließt dieser über den Ruvuvu, der auch Ruwubu oder Ruwuwu genannt wird, und über den Ruvusu, der auf den letzten Kilometern schiffbar ist, in Richtung Norden nach 350 km in den Kagera. ...

Buch-Tipp: Falscher Vogel fängt den Tod. Meg Langslows erster Fall Drei Hochzeiten und zwei Todesfälle - gelungenes Debut Die Kunstschmiedin Meg Langslow hat es nicht leicht: drei innerhalb eines kurzen Zeitraums anstehende Hochzeiten, bei denen sie zu dem einen Trauzeugin ist und zu dem anderen auch noch die Organisation der Feierlichkeiten am Hals hat. Ihre beste Freundin kann sich nicht entscheiden, unter welchem Motto...

Rukarara-Nyabarongo-Akagera-Weißer Nil-Nil

Nil Beschreibung
Nil Beschreibung
Nillandschaft in Oberägypten

Der Rukarara-Nyabarongo-Akagera-Weißer Nil-Nil bildet den nördlicheren und kürzeren Quellfluss des gesamten Nils. Aufgrund seiner Länge stellt er keinen Quellfluss des Nils dar, sondern eigentlich ca. den linken Nebenfluss.

Sein Quellgebiet liegt rund 110 km weiter nördlich, als die des zuvor genannten Flusslaufs. Die Quelle liegt in etwa 2.700 m Höhe in dem südlichen Ruanda etwa 40 km südöstlich des Kiwu-Sees , der häufig auch Kivu-See genannt wird. Von dort aus fließt er als Rukarara in östlicher Richtung ab und bildet später - zusammen mit kleineren Quellflüssen - den etwa 225 km langen Nyabarongo (auch Njawarongo genannt), der zuerst in nordöstlicher Richtung fließt, um dann nach Osten abzuknicken. Dort steuert er auf Kigali zu, ohne die Hauptstadt von Ruanda direkt zu erreichen. Südlich dieser Stadt, von der er mit kleinen Schiffen mit wenig Tiefgang nutzbar ist, bildet er zusammen mit dem 165 km langen Akanyaru (auch Akanjaru oder Akagera (?) genannt), der aus Richtung Süden kommt und ebenfalls in seinem Unterlauf mit kleinen Schiffen mit wenig Tiefgang befahrbar ist, den Kagera. ...

Buch-Tipp: Grablichter. Ein Pia-Korittki-Fall Klassische Kriminalstory Ein rätselhafter Mord in einem kleinen Dorf, viele Verdächtige und ein überraschendes Ende: Wieder ein spannender Korittki-Krimi. Kniffelig konstruiert, aber so, dass man als Leser den Überblick behält. Eine Journalistin kommt bei einem Sturz vom Pferd ums Leben, doch es stellt sich heraus, dass jemand nachgeholfen...

Weiterer Flusslauf

Buch-Tipp: Lexikon der kuriosen Rechtsfälle Selten so gelacht Was gibt es doch für schillernde Fälle. Und was für einen grandiosen Unfug. Allgemeiner Realitätsverlust ist wohl Gang und Gäbe in dem deutschen Recht.

Kagera-Nil - Viktoria-Nil - Albert-Nil - Weißer Nil - Nil

Dieser Flusslauf bildet die Fortsetzung der zuvor genannten Flüsse - Luvironza-Ruvuvu-Ruvusu-Kagera-Weißer Nil-Nil und Rukarara-Nyabarongo-Akagera-Weißer Nil-Nil - er entsteht in der Bergwelt von Ruanda und mündet in Ägyptenins Mittelmeer:

Buch-Tipp: Milchgeld. Kluftingers erster Fall (Piper Boulevard) Man kommt auf den Geschmack Das Buch stand bei mir schon längere Zeit ungelesen in dem Regal, da ich es schon mal angefangen hatte und es aber zu zäh am Anfang fand. Aber ich habe mich gewaltig geirrt. Als ich es zu dem zweiten Mal zur Hand nahm, hab ich es in einem Rutsch durchgelesen.
Kagera-Nil

Der rund 850 km lange Kagera-Nil, der früher teilweise Alexandra-Nil genannt wurde, entsteht in den Gebirgen von Ruanda in über 2 Tausend m Höhe aus dem Zusammenfluss des Akanyaru und des Nyabarongo: Von dieser "Flusshochzeit" fließt er - schiffbar - zuerst innerhalb Ruandas und dann auf der Grenze nach Burundi rund 175 km nach Osten, um an seinem "Südknie" den Ruvusu aufzunehmen. Danach knickt er nach Norden ab und stürzt ca. wenige hundert Meter nach dieser Flusseinmündung über die Rusumo Falls (Chutes Rusumu): Von diesem Wasserfall an ist der Kagera bis zu dem "Nordknie" wieder schiffbar. Er bildet nicht ca. in dem dortigen Kagera Nationalpark die Grenze von Ruanda und Tansania, um rund 180 km weiter in dem Norden sein "Nordknie" und das Dreiländereck Ruanda-Tansania-Uganda zu erreichen. Von dort an fließt er erst ein Stück direkt auf der Landesgrenze von Uganda und Tansania; danach verlässt er diese, um über zahlreiche Stromschnellen durch die nördlichen Teile von Tansania zu fließen. Später steuert er in Richtung Nordosten, um rund 270 km nach seinem "Nordknie" und unweit der Grenze der beiden zuletzt genannten Staaten in den Viktoriasee zu münden. Seltsamerweise wird der Flusslauf bis zu diesem See häufig nicht als Teil des Nils angesehen (siehe hierzu weiter unten: "Der tatsächliche Quellfluss").

Buch-Tipp: Milchgeld. Kommissar Kluftingers erster Fall Hoffentlich nicht die letzte Geschichte von Kluftinger! Man muß die Dialekte aus dem süddeutschen Raum nicht mögen. Diese Geschichte aber lebt von dem Dialekt der beiden Vorleser und davon, dass eine solche Geschichte mit all ihren liebevollen Details ca. in einer Gegend wie dem Allgäu spielen kann.
Viktoria-Nil

Der Nil fließt dann in Uganda als Viktoria-Nil aus dem Norden des Viktoriasees, im die überfluteten Owen- und Ripon Falls liegen, durch den Kiogasee , der auch Kyogasee genannt wird, und über die Murchison Falls, die man auch Kabelega Falls bezeichnet und in dem Murchison Nationalpark liegen, in den Albertsee, der auch Lac Mobutu-Sese-Seko heißt.

Buch-Tipp: Mitten ins Herz. Der siebte Fall für Stephanie Plum. Spannend, ironisch und sexy Ab und zu frage ich mich, warum ich nicht früher auf diese Romane gestoßen bin. Aber ich kann mich meinen Vorredner(inne)n ca. anschließen, ich bin mittlerweile auch zu einem großen Stephanie Plum Fan geworden. Stephanie, die ihre Waffe lieber in der Keksdose aufbewahrt als sie bei sich zu tragen, Grandma Mazur deren...
Albert-Nil und Bahr al-Äžabal

Fortan fließt der Nil als Albert-Nil nach Norden. Bei Juba in dem Sudan (5° nördlicher Breite) bezeichnet er sich Bahr al-Ğabal ("Bergfluss"). Nördlich bzw. unterhalb dieser Großstadt fließt er durch den Sudd - eine weit ausgedehnte Sumpflandschaft.

Buch-Tipp: Sie werden dich nicht finden. Der Fall Jakob von Metzler Yuppie-Student wird zu dem Mörder Adrienne Lochte schildert recht ausführlich die Lebensgeschichte des Täters Magnus Gäfgen, der sich in wohlhabenden Kreisen bewegt und sich und seiner Umgebung einer blendende Fassade des vermögenden Studenten und baldigen Star-Anwalts aufgebaut hat. Als die Fassade zusammenzubrechen droht, weil ihm, der in Wirklichkeit...
Weißer Nil

Mit dem Zufluss der Flüsse Bahr al-Ä azÄ?l und Sobat wird der Nil als Weißer Nil (= Bahr al-Abyad) genannt, wobei häufig der ganze Oberlauf des Nils so genannt wird. Bei Khartum und Omdurman fließt ihm der Blaue Nil zu, der von rechts bzw. Südosten aus Äthiopien kommt.

Buch-Tipp: Tief unterm Laub. 7 CDs + mp3-CD . Ein Krimi aus der Eifel Spannende Geschichte, solide Produktion Die Story ist zwar nicht bis in das Letzte überraschend, aber in sich sehr stimmig und spannend. Insbesondere der Held ist eine glaubhafte und in ihrer Entwicklung verblüffende Figur, deren Kauzigkeit, vom Interpreten äußerst gut vermittelt wird. Wer auf anspruchsvolle Krimiunterhaltung steht, sollte hier...
Bahr al-Nīl

Von Khartum wird der Strom als Bahr al-Nīl genannt. Von dort an fließt er als so genannter Fremdlingsfluss durch ausgedehnte Steppen und Wüstenlandschaften s-förmig weiter nach Norden, ohne noch bezeichnenswerte Nebenflüsse aufzunehmen; dabei durchbricht er die Nubische Tafel . Somit erreicht er den Nassersee, der durch den von 1960 bis 1971 errichteten Assuan-Damm aufgestaut wird. Darin überquert der Nil die Grenze vomSudan nach Ägypten, welches der Strom von Süd nach Nord durchfließt. In den Wüstengebieten Oberägyptens bildet der Nil dabei eine 5 bis 20 km breite Niederung, eine lebenswichtige Fluss-Oase, die landwirtschaftlich nutzbar ist. Durch den eben erwähnten und zu dem Zwecke der umfangreichen Bewässerung errichteten Staudamm, der die Schwebstoffe und Sedimente zurückhält, lässt mit der dauerhaften Nutzung der Felder deren Fruchtbarkeit nach; dies liegt auch daran, dass die Versalzung der Böden zunimmt, so dass mit Düngern nachgeholfen wird.

Nil
Nil Beschreibung
Nil Beschreibung
Der Nil bei Assuan 2002

Nördlich bzw. unterhalb des Assuan-Staudamms und etwa ab Qena trägt der Strom ca. noch seinen eigentlichen Namen - Nil. Unterhalb von Kairo, fächert er sich zu dem etwa 24 Tausend km² großen Nildelta auf, nach dessen durchfließen er schließlichins Mittelmeer mündet; der Assuan-Staudamm ist auch der Grund, warum dieses Flussdelta nicht mehr weiter in das Meer vorgeschoben, sondern durch die dort häufig sehr starke Brandung abgetragen wird.

Blauer Nil: Nebenfluss

Der Blaue Nil (= Bahr al-Ašraq), der nicht mehr als Quellfluss, sondern als Haupt-Nebenfluss des Nils betrachtet wird, entspringt als Abbai, auch Abai genannt, in etwa 2.900 m Höhe in dem äthiopischen Hochland aus dem Tanasee. Er ist 1.350 km lang (= 30 km länger als der Rhein) und mündet bei Khartum und Omdurman in den Weißen Nil, der (u.a.) aus dem Süden des Sudans kommt.

Der tatsächliche Quellfluss des Nils

Weil der Weiße Nil - mit seinen sich daran anschließenden und oben genannten Quellflüssen - deutlich länger als der Blaue Nil ist und auch ein wesentlich größerers Einzugsgebiet als dieser aufweist, ist er der tatsächliche und seit langen unumstrittene Quellfuss des Nils. Allerdings galt der Blaue Nil früher auch als dessen Quellfluss, wohl auch weil zu seinem Namen die Nennung Nil gehört; dies geschah, bis 1893, als man die Quelle des obig genannten Luvironza fand und sich in der Folgezeit daran machte, den sich daran anschließenden Flusslauf zu vermessen. So fand man heraus, dass der Weiße Nil mit seinen Quellflüssen der längere Fluss ist, so dass dieser der tatsächliche Quellfluss des Nils ist. Wohl der Tradition wegen wird häufig auch noch der Viktoriasee (bzw. die darin liegenden und seit langer Zeit überfluteten Ripon Falls) als Quellsee genannt; dabei werden allerdings 1.083 km (fast die Länge der Elbe) von der Quelle des Luvironza bis zu dem Ausfluss des Nils aus diesem See unterschlagen.

Fast man die zuvor genannten Erkenntnisse über die Länge und Einzugsgebiet des Stroms zusammen, so ist der Luvironza-Ruvuvu-Ruvusu-Kagera-Weißer Nil-Nil der tatsächliche - gesamte - Flusslauf des Nils.

Wasserfälle

Kaskaden und Stromschnellen

Im Oberlauf des Weißen Nils (mit all seinen ihn speisenden Flüssen) muss das Nil-Wasser zahlreiche kleinere und größere kaskadenartige Wasserfälle überwinden; dazu gehören:

Katarakte

In Mittelauf des Nils, unterhalb der Einmündung des Blauen- in den Weißen Nil, musst(e) das Nil-Wasser zwischen Omdurman und Assuan insgesamt 6 Katarakte überwinden. Dies sind explizit bei Niedrigwasser schwer passierbare Stromschnellen, die nicht ca. in dem alten Ägypten sehr gefürchtet waren, weil sie zwischen teils spitzen und ca. schwer überschaubaren Felsklippen hindurchführen, so dass man sie mit großen Booten oder Schiffen nicht befahren kann; noch heute stellt dies eine Herausforderung dar, diese Katarakte mit Kleinbooten zu überwinden. Früher bildeten sie die Grenze zwischen den Königreichen.

Diese 6 natürlichen Granitbarrieren, sind Hunderte Millionen Jahre alte Zeugnisse von übereinander geschobenen Kontinentalplatten, die wesentlich härter sind, als das weiche Sedimentgestein, das der Nil selbst abgelagert hatte. Man nannte diese Barrieren schlicht und einfach Katarakte und gab ihnen eine zusätzliche Nummer; die Nummerierung erfolgt flussaufwärts: Der 1. Katarakt liegt bei Assuan, der heute allerdings - wie der zweite - von den Wassermassen des Nassersees überlagert ist. Der 3. Katatarakt liegt ca. etwas nördlich von Kerma , der vierte östlich von Merowe und der fünfte 50 km nördlich von Berber . Der oberste Katarakt liegt etwa 75 km nördlich von Omdurman.

Durch diese Katarakte fließt das Nil-Wasser aufgrund des schmaleren und tieferen Flußbettes und des stärkeren Gefälles zumeist reißend, insbesondere wenn weiter südlich die Regenzeit tobt und die Wassermassen nach Norden kommen. Bei Assuan wird die Nilschifffahrt durch das 1. Katarakt nach wie vor unterbrochen: Alles was per Schiff weiter nach Süden will, Material und Menschen, muss umgeladen werden bzw. umsteigen, um einen Umweg über Land zu nehmen und dann die Fahrt auf dem Assuan-Stausee weiter fortzusetzen - und umgekehrt.

Einige interessante Längen und Daten des Nils

Von Khartum, dort wo der Blaue- in den Weißen Nil fließt, bis zur Mündung hat der Nil rund 2.700 km zurückgelegt, diesbezüglich sind dies vom Viktoriasee 5.588 km und von seiner weit entferntesten Quelle in Burundi insgesamt 6.671 km.

Geschichte

Altes Ägypten

Nil Beschreibung
Nil Beschreibung
Nil bei Kairo und Gizeh

Erst durch den Nil wurde das Leben und die Kultur an den Nilufern des Alten Ägyptens möglich. Ohne ihn wäre das Land eine einzige Wüste. Man sieht es daran, dass er in dem Westen von der Libyschen und in dem Osten von der Arabischen Wüste eingefasst wird, wo bis auf ein paar Oasen kein Wasser existiert und somit Landwirtschaft und Kultur unmöglich waren bzw. sind. Erst durch den fruchtbaren Schlamm, den der Nil bei seinen Hochwassern über das Land verteilt, konnten Nutzpflanzen angebaut und Landwirtschaft betrieben werden. Außerdem wurde der sehr tonhaltige Schlamm des Nils zu dem Häuserbau benutzt.

Während die vom Nil geführte Wassermenge, die fast ausschließlich von den Niederschlägen in den Ländern um den Viktoriasee abhing, ihren Tiefstand zumeist in dem April erreicht(e), stieg diese bis Ende August auf das etwa 50 bis 60fache an:

Einmal in dem Jahr überschwemmte der Nil das Land und bedeckte einen bis zu mehrere Kilometer breiten Streifen Land. Wenn das Wasser abfloss und verdunstete, hinterließ er fruchtbaren, dunklen Schlamm (so dies auch heute noch, wenn es den Assuan-Staudamm nicht gäbe), der dem Alten Ägypten seinen Namen gab (Kemet - "Das schwarze Land"). Um diese Anbaufläche für Getreide vollständig nutzen zu können, siedelten die Ägypter meist direkt entlang des Nils, aber auch etwas abseits des Flusses in der Wüste. Um für die Wüstensiedlungen und für Trockenzeiten Wasser speichern zu können, mussten sie Kanäle und künstliche Seen anlegen. Da der einzelne ägyptische Bauer diese nicht bauen konnte, schlossen sich die Bewohner eines Landstriches zusammen und bildeten Gaue, die von Gaufürsten verwaltet wurden.

Der Pegelstand des Nils zur Zeit der Überschwemmung schwankte stark. Er wurde an sog. Nilometern gemessen. Da bei niedrigem Stand manche Landstriche nicht überschwemmt wurden und die dort lebenden Bauern hungerten, wurden die Steuern nachdem Stand des Nils festgesetzt. Stieg der Nil aber zu hoch, drohte das Brechen von Dämmen und die Zerstörungen der Häuser. Dadurch wurden schon früh Geometer benötigt, die das Land neu ausmaßen und die Feldergrenzen neu festlegten.

Der Nil war der Haupthandelsweg Ägyptens. Über den Fluss wurde z.B. Holz transportiert, das in Ägypten fast überhaupt nicht vorkommt. Es wurde aus Syrien und Palästina importiert. Außerdem wurden Steinblöcke für den Bau von Pyramiden auf Schiffen transportiert. Der Schiffverkehr war auf den Tag begrenzt, da man in der Nacht Gefahr lief, auf Sandbänke zu laufen. Bei sehr niedrigem Wasserstand wurden die Schiffe über kurze Strecken über Land gezogen. Das Segel wurde erst 3350 v. Chr. eingeführt.

Römer- bis Neuzeit

Nil Beschreibung
Nil Beschreibung
Der Nil bei Luxor

Bereits die alten Römer waren auf der Suche nach den Quellen des riesigen Stromes. Der portugiesische Jesuitenmissionar Pater Pedro Paez (1564-1622) entdeckte 1613 die Quelle des Blauen Nils. Der schottische Afrikaforscher James Bruce (1730-1794) entdeckte die Quelle am 4.11 1770 wieder und beanspruchte den Ruhm (vergeblich) für sich; er befuhr 1771 den Blauen Nil bis zur Vereinigung.

Für die Entdeckung der tatsächlichen Quelle des Nils am Luvironza haben viele Afrikaforscher meist vergeblich gesucht und Hypothesen aufgestellt. Bei einer Expedition, die von 1821-1822 dauerte, erreichte der Franzose Frédéric Cailliaud (1787-1869) die Mündung des Blauen- in den Weißen Nil. 1861 stellte die niederländische Afrikaforscherin Alexandrine Tinné in Kairo eine Expedition zusammen, musste dieser aber aus logistischen Gründen nach einigen Monaten erfolglos abbrechen. 1866 machte sich der berühmte britische Forscher David Livingstone (1813-1873) auf Expeditionen zu den Quellen des Nils und des Kongos; er meinte sie in dem viel weiter südlich liegenden Bangweulusee gefunden zu haben, erreichte die wirkliche Quelle aber nie. 1857 gingen die Briten John Haning Speker und Richard Francis Burton gemeinsam auf Erkundung des Viktoriasees: John Speker sah in ihm die Quelle - Richard Burton jedoch in dem südlicherem Tanganjikasee; 1858 machte sich John Speker, nun in Begleitung mit James August Grant , erneut auf Expedition und sie entdeckten 1862 die seit langem überfluteten Ripon Falls (die damals wohl noch freilagen) in dem Norden des Viktoriasees, welcher fälschlicher Weise häufig als Nilquelle angesehen wird. Die Quelle des Kagera Nils am Luvironza, die der tatsächlichen Nil-Quelle entspricht, wurde 1893 vom Österreicher Oskar Baumann (1864-1899) und vom Deutsch-Österreicher Oskar Lenz (1848-1925) gemeinsam entdeckt; erst 1898 wurde die geographische Lage dieser Quelle vom Deutschen Dr. Richard Kandt (1867-19?? ) exakt bestimmt. Auch der Brite Samuel White Baker und der Italiener Romolo Gessi , die sich ebenfalls auf die Suche machten, haben erfolgreiche Expeditionen unternommen.

Fauna

Der Nil besitzt eine artenreiche und einmalige Tierwelt. Viele erhielten nachdem Fluss auch ihren Namen, so etwa das Nilkrokodil, der Nilhecht , die Nilgans, die Nil-Grasratte , der Nilwaran und auch das Nil- oder Flusspferd, welches aber heute in dem Unterlauf nicht mehr vorkommt. Viele Tiere nutzten die Ägypter als Haustiere oder Vorbilder für Götter.

Städte am Ufer

Die Millionenstädte Kairo, Giseh (beide Ägypten) und Khartum (Sudan) sind die größten Städte. Die alten Ägypter bauten ihre Städte häufig an den fruchtbaren Ebenen des heiligen Flusses. Viele Katarakten und Stauanlagen wurden, u. a. für die Besiedlung, errichtet.

Städte am Ufer mit mehr als 100 Tausend Einwohnern:

Nil Beschreibung
Nil Beschreibung
Nil in Ägypten
Nil Beschreibung
Nil Beschreibung
Nillandschaft in Oberägypten

Nebenflüsse

Rechte Nebenflüsse:

  • Sobat
  • Blauer Nil (Bahr al-AÅ¡raq; s.o.)
  • Atbara

Linke Nebenflüsse:

  • Bahr al-Ghazal
  • Wadi el Melik (auch "Wadi al Malik" genannt; häufig ausgetrocknet)

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